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Barbara Hösli: „Jetzt rekrutieren wir international“

22 Dec 2016

B. Hoesli

 

Barbara Hösli ist seit November 2012 HR-Director bei Odlo. Während den vergangenen vier Jahren hat sie eine Menge Veränderungen miterlebt: Odlo wurde immer internationaler und hat sich als globale Marke aufgestellt. Nachdem sie letzte Woche Monish Pahwa, geboren und aufgewachsen in Indien, als Senior Sourcing Manager einstellte, nahm sie sich die Zeit, um über den aktuellen Wandel zu sprechen.

Bei Ihrem Eintritt im Jahr 2012 war der Hauptsitz in Hünenberg noch nicht so international, richtig?
Genau, 2012 war Odlo in gewisser Hinsicht sehr national. Die Sprache des Unternehmens war eindeutig Deutsch. Nur ein einziger Mitarbeiter konnte kein Deutsch sprechen. Heute ist das Bild komplett anders. Als Hauptsprache wird an unserem Hauptsitz Englisch gesprochen. Unsere Rekrutierung konzentrierte sich damals auf die Schweiz, während wir heute international tätig sind.

Wie entscheidend ist diese interne Entwicklung für eine Sportmarke?
Es ist äußerst wichtig. Unterschiedliche Kulturen und Hintergründe helfen uns verschiedene Geschäftsszenarien zu verstehen. Auch verstehen unsere neuen Mitarbeiter die Märkte, in denen wir die Marke Odlo entwickeln wollen. Das Know-how ist international geworden. Dadurch hat dieses Thema für uns als globale Marke Priorität. Dies ermöglicht es uns, Mitarbeitende aus internationalen Firmen anzustellen. In der Schweiz war die Anzahl der Unternehmen, von denen wir jemand für unsere Bedürfnisse einstellen konnten, begrenzt.

Wurde dieser Wandel von den Mitarbeitern akzeptiert?
In Bezug auf die interne Organisation muss ich zugeben, dass manche sehr offen und positiv auf die Veränderungen reagierten und andere skeptisch waren. Für manche Angestellten war es aufgrund ihrer Sprachkenntnisse und dem Firmensprachwechsel von Deutsch auf Englisch schwierig, bei Odlo zu bleiben. wegen ihren Sprachkenntnissen, weil die Firmensprache im Hauptsitz von Deutsch zu Englisch wechselte. Hinzu kommt, dass sich die von uns gesuchten Profile in den letzten Jahren verändert haben. Zum Beispiel haben wir bis zum Jahr 2012 mit externen Designstudios gearbeitet. Heute sind wir stolz darauf, dass wir über diese Fähigkeiten intern verfügen, auch wenn es in der Schweiz nicht einfach war, entsprechend qualifizierte Designer zu finden. Die meisten Designschulen sind im Ausland (Mailand, London, Paris oder Deutschland etc.), was uns quasi zwang, international zu rekrutieren.

Und wie hat sich Ihr eigener Job verändert?
Die größte Veränderung war, die richtigen Leute für unsere Positionen zu finden. Der herkömmliche Weg war die Veröffentlichung einer Job-Anzeige, Auskunft über die offene Stelle zu geben, Lebensläufe empfangen und dann die Auswahl. Jetzt nutzen wir die Möglichkeiten des Internets viel mehr. Wir müssen proaktiver sein und uns dem sogenannten Active Sourcing annehmen. Das bedeutet, dass wir auch Social Media verwenden, um die besten potenziellen Kandidaten zu finden. Dadurch haben wir bei offenen Position bereits eine klare Vorstellung davon, wen wir kontaktieren. Jeder Mitarbeiter hat bereits seine eigenen beruflichen Netzwerke, was uns ebenfalls viel nützt.

Odlo hat seinen Hauptsitz in Hünenberg. Was bringt Leute dazu Mailand, London oder Paris für den Kanton Zug zu verlassen?
Der hohe Lebensstandard und die Lebensqualität in Luzern und Zürich werden sehr geschätzt. Unsere Mitarbeiter lieben natürlich Sport – dazu sind die Schweizer Seen und Berge sind dafür die optimale Voraussetzung. Der Kanton Zug arbeitet eng mit den Unternehmen zusammen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen und sie entsprechend zu unterstützen. Zum Beispiel besuchen uns ihre Vertreter zweimal pro Jahr, um unser Feedback zu Themen wie der Verwaltung für Expats oder den öffentlichen Verkehrsmitteln einzuholen. Weiter wird die Region durch die niedrigen Steuern immer internationaler. Beispielsweise befindet sich eine internationale Schule nur wenige Schritte von unserem Hauptsitz entfernt.