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DER BEGINN EINES ABENTEUERS

4 Oct 2017

Der John Muir Trail führt durch eine der schönsten Berglandschaften der USA. Der Fernwanderweg umfasst Gipfel mit einer Höhe von 3.900 m bis 4.421 m und führt vorbei ab tausenden von Seen, majestätischen Schluchten und Klippen. Verglichen mit allen anderen großen Bergketten der Welt, profitiert dieser Trail von einem milden und sonnigen Klima.

Die Strecke umfasst insgesamt 340 km und erstreckt sich vom Yosemite Valley bis Mount Whitney in Californien. Auf seinem Weg durch die berühmte Sierra Nevada, können Wanderer auf dem JMT einige der Kronjuwelen von Amerikas Parksystem bewundern: Yosemite, John Muir und Ansel Adams Wildernis, Kings Canyon und Sequoia Nationalparks. Wer den John Muir Trail Abschnitt des Pacific Crest Trail einmal bezwungen hat, wird diese Erfahrung niemals vergessen.

Aus diesem Grund haben wir Erica und Justyna gesponsert, sich für uns auf dieses Abenteuer zu begeben. Während ihrer Zeit auf dem JMT haben sie erkenntnisreiche, spannende und schwierige Situationen erlebt. Sie haben neue Herausforderungen bestanden und gleichzeitig ein neues Kapitel in ihrem Leben begonnen.

Hier kannst du ihre Reise verfolgen.

Auf die Plätze, fertig, LOS!

Erica

Wir verließen Los Angeles am Mittwoch den 16. September um 5 Uhr früh und machten uns auf den Weg in die Wüste. Als wir die Stadt hinter uns ließen, überkam uns sofort eine Welle der Erleichterung. Die Planung war vorbei. Nachdem wir die Zeit vor unserem Trip mit Lebensmitteleinkäufen und dem studieren diverser Spreadsheets verbracht hatten, war es nun endlich Zeit, uns ins Abenteuer zu stürzen. Unser Ziel war Lone Pine. Der Gebirgszug der für die nächsten drei Wochen unser zu Hause sein sollte, ragte im Westen hervor. Unsere Erleichterung wurde schnell durch Nervosität abgelöst, als wir uns fragten: „Schaffen wir das? Sind wir denn verrückt? Ist das Wahnsinn?“

Wir wogen unsere Rucksäcke an der Basis von Whitney Portal und packten sie um, um das Gewicht besser zwischen uns aufzuteilen. Mit unserem Wasservorrat wogen unsere Rucksäcke jeweils 20,4 kg!

Alles, was wir jetzt tun mussten war laufen. Und laufen. Und laufen.

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Bevor wir LA verließen, war ich nervös. Ich war mir nicht sicher, ob ich fit genug war und der Jetlag machte mir noch zu schaffen. Ich war etwas überwältigt von allem und insbesondere von der Aussicht, dass mein Traum wahr werden sollte. Mein Partner schickte mir am Morgen eine Nachricht, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht.

Er schrieb: „Tag für Tag. Schritt für Schritt. Und denke immer daran, dass du genau das tust, was du am meisten liebst.“ Ich fühlte, wie die Anspannung sofort von mir abfiel. Er kennt mich in- und auswendig. Monate zuvor sagte er zu mir, dass selbst wenn ich diejenige bin, die im Vergleich vielleicht weniger gut auf diese Herausforderung vorbereitet ist, er keinen Zweifel daran hat, dass ich es schaffen werde.

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Unsere erste Woche auf dem Trail.

Erica

16. August • Tag 1

Als wir in den Bergen ankamen, setzte auch gleich die Aufregung ein. Wir freuten uns auf 21 Tage umringt von Wildblumen, Bergbächen, Wasserfällen, Geröllfeldern und wilden Flüssen. Bis dahin existierte unser Abenteuer lediglich in Reiseführern und theoretischen Plänen. Nun war es Wirklichkeit geworden. Und wir waren endlich da.

An diesem Abend wanderten wir 10,1 km zum 3.700 m höher gelegenen Trail Camp. Wir hatten noch keine Routine. Wie organisieren wir uns am besten? Wo stellen wir unser Zelt auf? Wo bewahren wir unsere Vorräte auf? Wieviel Essen brauchen wir? Wir fühlten uns etwas orientierungslos. Dank der bescheidenen Anzahl unserer Habseligkeiten, war die Lösung jedoch schnell gefunden. Wir vielen erschöpft aber zufrieden in unsere Betten.

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17. August • Tag 2

Wir schliefen tief und fest und erwachten zu einem der spektakulärsten Sonnenaufgänge die wir je gesehen hatten. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf, den höchsten Gipfel unserer Route zu erklimmen – Mount Whitney. Für die meisten Wanderer bedeutet dieser Berg den Abschluss ihrer Route, da die traditionelle Strecke von Norden nach Süden führt. Wir aber wanderten von Süden nach Norden. Vor uns lag eine große Herausforderung. Mit 4.421 m ist Mount Whitney der höchste Berg der USA und beladen mit 20 kg schweren Rucksäcken standen wir ganz am Anfang unseres Abenteuers!

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along the way OL

Doch wir fühlten uns umsorgt, geliebt und verloren keine Sekunde unseren Mut. Auf dem Weg zum Trail Crest mussten wir 99 Serpentinen hinter uns legen. Der Weg fühlte sich endlos an und der Wind blies uns in Gesicht, während die Luft immer dünner wurde. Als wir am Trail Crest ankamen, waren da schon viele anderer Wanderer, die uns freundlich begrüßten. Wir legten unsere Rucksäcke ab und machten uns auf, die letzten 3 km bis zum Gipfel zu erklimmen. Die Aussicht war spektakulär und wir verspürten ein überwältigendes Erfolgsgefühl. Nun waren wir uns sicher, dass wir es schaffen würden.

18. August • Tag 3

Während wir über Wiesen und Geröllfelder wanderten, auf Plateaus kletterten, dem Flussverlauf folgten und durch Wälder streiften, fühlten wir uns so lebendig wir noch nie. Wir betrachteten Mount Whitney aus der Ferne und konnten es kaum glauben, dass wir noch vor wenigen Tagen auf dem Gipfel gestanden hatten. Auf dem Weg durch Sandy Meadows stoßen wir auf einen anderen Wanderer und fragten ihn wie es lief. Er schaute uns beiden direkt in die Augen und sagte voller Ernst, aber äußerst freundlich: „Keine Beschwerden.“ Das wurde auf unserem Weg zu Tyndall Creek unser Mantra.

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Als wir auf unserem Campingplatz ankamen, der auf halber Strecke zu unserer nächsten Vorratsstation lag, wurde uns klar, dass wir viel zu viel Essen dabei hatten. Unser Bärenkanister war noch so voll, dass er sich kaum schließen ließ und unsere Rucksäcke waren schwer. Wir spürten das Gewicht in unseren Kniegelenken und unsere Schultern und Hüften schmerzten. Aber wir erinnerten uns an die Worte des freundlichen Wanderers, den wir an diesem Tag getroffen hatten und sagten zu uns „Keine Beschwerden.“ Vorwärts.

19. August • Tag 4

Wir begannen den Tag mit dem Wissen, dass eine weitere große Herausforderung vor uns lag. Der zweithöchste Gipfel unserer Reise, Forester Pass, mit einer Höhe von 4.009 m. Wir begannen unseren Anstieg in einem Terrain, das aus einer anderen Welt zu sein schien. Unsere Gelenke schmerzten und voller Reue griffen wir beide zu den Schmerzmitteln, um uns den Anstieg etwas zu erleichtern.

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Als wir auf dem Gipfel ankamen, schauten wir auf Sequoia Park zurück, von dem wir gekommen waren und blickten dann auf Kings Canyon, wo unser Weg uns nun hinführen sollte. Plötzlich fielen alle Schmerzen von uns ab. Der Abstieg führte uns durch Schneefelder, die sich vom Mineralgehalt rot verfärbt hatten und zu unserer rechten und linken Seite umgaben uns die Berge. Umringt von Bergketten fanden wir einen Bach und kristallklare Seen. An einem Bergsee legten wir eine Pause ein. Wir gingen schwimmen, aßen Mittagessen, genossen ein paar erholsame Momente des Schreibens und Entspannens. Wir wollten noch 8 km bis zu Vidette Meadows hinter uns legen, als wir feststellen mussten, dass ein Gewitter aufzog. Ein paar Wanderer gewährten uns Unterschlupf, während wir uns mit Müslibars, getrockneten Bohnen und Mezcal dankbar zeigten.

20. August • 5. Tag

Am nächsten Tag weckte uns das sanfte Geräusch des Wassers am Bubb‘s Creek. Nach einer Tasse Kaffee und ein wenig Meditation schnallten wir uns unsere Rucksäcke auf, die nun wesentlich leichter waren, und machten uns auf den Weg zum Kearsarge Pass, der abseits des JMT lag und wo wir unsere Vorräte aufstocken, und Bilder und Nachrichten an unsere Freunde und Familie schicken konnten.

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Wieder trafen wir auf unserem Weg Wanderer, die von unserer Leistung beeindruckt waren und wir waren stolz, dass wir nicht nur die Strecke in der schwierigeren Richtung hinter uns legten, sondern auch noch den zusätzlichen Pass (3.569 m) zweimal auf uns nahmen.

Wir schafften es nicht ganz bis zum Onion Valley Campingplatz, wo wir am nächsten Tag abgeholt werden sollten. Wir schlugen unser Lager an einem kleinen See auf einem Hügel auf, von dem wir die totale Sonnenfinsternis am nächsten Morgen beobachten konnten. Dies war ein großartiges und einmaliges Erlebnis. Wir waren allein auf unserem Campingplatz und wir waren körperlich als auch geistig bestens vorbereitet und hatten die notwendige Ausrüstung und Kleidung.

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21. August • 6. Tag

Am nächsten Morgen genossen wir entspannt unseren Kaffee und beobachteten wie sich der Mond vor die Sonne schob. Es sah aus, als ob es vorzeitig Abend geworden war. Sogar die Vögel hatten aufgehört zu zwitschern, da sie vermutlich dachten, dass die Nacht angebrochen war. Alles war still, als wir mit unserer speziellen Sonnenbrille die Sonnenfinsternis beobachteten.

Dann stiegen wir zu unserem Motelgastgeber herab, der uns nach Independence in Kalifornien fuhr, wo wir unsere Essensvorräte auffüllen und euch diese Zeilen schreiben konnten. Es fühlte sich seltsam an, die Berge hinter uns zu lassen und sich wieder in einer Stadt zu befinden. Wir hatten das Gefühl, momentan nicht ganz in diese Welt der Straßen und Geschäfte zu gehören. Nichtsdestotrotz hatten wir gegen eine heiße Dusche, Haare waschen und frisch gewaschene Wäsche nichts einzuwenden.

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Morgen früh geht es wieder nach Kearsarge Pass zurück, der uns wieder auf den John Muir Trail führen wird. Dann werden wir für die nächsten 7 Tage erstmal von der Welt abgeschnitten sein. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.

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Als wir uns endlich auf unserer Route befanden, fühlte ich mich emotional, glücklich und lebendig. Ich war in meinem Element. Die Weite der Berge gibt mir ein Gefühl der Demut und Stärke zugleich.

Meine Kräfte sollten in den kommenden Tagen getestet werden, da ich mit schweren Magenproblemen und starken Schmerzen zu tun hatte. Es war zwar hart, aber ich verlor den Mut nicht. Ich wusste, dass wenn ich das schaffen würde, dann konnte ich auch den Rest schaffen.

Alle machten uns Mut und versicherten uns, dass wir das Abenteuer unseres Lebens erlebten. Das half mir sehr und war genau, was ich brauchte. Trotzdem dachte ich bei mir: „Oh nein, für mich ist das erst der Anfang.“

Ich bin mir sicher, dass es eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens sein wird. Aber es war von Anfang an nicht mein Ziel, dass dies der Höhepunkt meiner Wanderlust ist. Vielmehr soll es der Beginn etwas Großartigem sein. Eine Tür zu einem neuen Lebensabschnitt.

Verfolgt das Abenteuer von Justyna und Erica auf unserem nächsten Blog.

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