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Ultra Run Rarámuri – 180 Km durch den Kupfercanyon

30 May 2017

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An der zweiten Ausgabe des Ultra Run Rarámuri vom 21.-30. April 2017 ging Odlo mit dem Blogger Jean-Pierre Run Run an den Start. In Mexiko unterzog er die Ceramicool-Technologie einem Härtetest.

Wer den Bestseller „Born to run“ von Christopher Mac Dougall kennt, dem sind auch die Rarámuri-Indianer ein Begriff. Andere kennen sie vielleicht unter dem Namen, den ihnen die spanischen Eroberer gaben: „Tarahumaras“. Das Besondere an dieser Ethnie ist ihre Gewohnheit, in Ledersandalen zu laufen. Und auch wenn viele Völker weltweit in Sandalen gehen oder laufen, so sind die Indianer des Kupfercanyons Meister dieser Fortbewegungsart. In den Schluchten ihrer Heimat können sie – ohne langwierige Vorbereitungen – mitunter Hunderte Kilometer am Stück laufen. Einfach so, wie sie sagen, aus Freude am Laufen …

Ein einzigartiges Rennen

Der Ultra Run Rarámuri ist ein 180-km-Ultramarathon über 10‘000 Höhenmeter. In Zahlen ist er somit zwischen dem UTMB und dem Grand Raid von La Réunion einzuordnen. Doch ist bei diesem Lauf vor allem der Abenteuer-Faktor ausschlaggebend. Denn für die acht französischen Runner am Start ist von Anfang an klar, dass sie gegen die Armada von Rarámuri-Indianern kaum ankommen können. So entschließen sie ein paar Teilnehmer, sich nicht so sehr aufs Gewinnen zu konzentrieren und sich vielmehr ganz auf das Abenteuer einzulassen.

Zu diesen Läufern zählt auch Jean-Pierre Run Run, der sich im vergangenen Jahrzehnt als Running-Blogger einen Namen gemacht hat. Er bereist die Welt und bestreitet einen Lauf nach dem anderen. Seine Erlebnisse und Erkenntnisse fasst er in Blog-Artikeln und Videos zusammen.

Ein Ceramicool-Test unter realen Bedingungen

Jean-Pierre Run Run, Abenteurer und Testläufer, wurde für das Rennen mit dem neuen Ceramicool T-Shirt von Odlo ausgestattet. Die innovative Ceramicool-Technologie ermöglicht es, die Haut um bis zu 1 °C abzukühlen. Der Kühleffekt beruht auf Mikropartikel aus Keramik, die direkt in die Fasern eingearbeitet werden. Durch die nahtlose Verarbeitung können unnötige Reibungen vermieden werden. Außerdem ist der Stoff mit UV-Schutzfaktor 30 ausgestattet, was angesichts der sengenden Sonne in den Canyons nicht schaden kann.

Auf los geht’s los!

Der Startschuss fällt um 6 Uhr früh. Die acht leicht verrückten Franzosen und die 14 Rarámuri-Indianer legen gemeinsam los, doch schnell gehen die Einheimischen in Führung und nehmen den „Gringos“ jegliche Hoffnung, aufzuholen. Die Strecke führt die Teilnehmer durch sehr unterschiedliche Landschaften. Durch die nächtliche Kälte und die erdrückende Mittagshitze. Doch nicht nur die Temperaturextreme fordern die Läufer heraus, sondern auch die Höhenunterschiede. Die anspruchsvollste Teilstrecke der ersten 80 Kilometer gibt einen Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf, die restlichen 100 Kilometer werden dann als Hauptgericht und Dessert in Angriff genommen …

Unser Testläufer läuft Kilometer um Kilometer und schält sich nach dem Zwiebelprinzip je nach Temperatur aus Bekleidungsschichten oder fügt neue Lagen hinzu. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind beträchtlich. Dadurch kann Jean-Pierre sowohl die kühlende Wirkung von Ceramicool als auch den Windschutz der Zeroweight-Jacke und die Wärmeisolierung des Evolution Baselayer testen. Das 3-Schichten-Prinzip ist für die Konzeptoren von Odlo das A und O ihrer Arbeit.

Die Stunden, Tage und Kilometer rechnen sich für die Teilnehmer. Für Jean-Pierre ist dieser erste Ultratrail eine lehrreiche Erfahrung. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser, bei dem er die Freuden und Schwierigkeiten einer solchen Herausforderung kennenlernt.

Finisher

Schlussendlich bestritt Jean-Pierre die 180 Kilometer in 75 Stunden. Trotz des widrigen Geländes und der Tatsache, dass er zum ersten Mal an einem Ultratrail teilnimmt. Er durchquert die Ziellinie mit einem großen Strahlen, was Bände spricht über seine Gedanken in diesem Moment! Alle Gefühle geraten durcheinander, er will lachen und heulen zugleich. Er ist hin- und hergerissen zwischen der Erleichterung, dass er es überstanden hat und der Enttäuschung, dass das Abenteuer ein Ende hat.

Jean-Pierre umarmt seine Weggefährten Alexandre und Vincent und nimmt die wohlverdiente Finisher-Medaille in Empfang.

 

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